Kunstparcours

Fotogalerie und witzige Antworten zum Sommerfest Kunstparcours

Ist das Kunst? - Wandelweg zum Wundern und Werten

"Ist das Kunst, was mir hier begegnet? Oder vielleicht doch eher Zufall - oder gar Abfall?" haben wir am Sommerfest unsere Besucher*innen gefragt und sie mit Fragebogen und Stift bewaffnet auf einen Wandelweg durch den Garten geschickt. Dort waren 8 Stationen gekennzeichnet, an denen sich Skulpturen, Bilder und Installationen befanden. An unserem Publikum war es nun jeweils einen Haken bei JA, definitiv Kunst oder NEIN, auf keinen Fall Kunst zu setzen.

Darüber hinaus baten wir die Gäste auch noch sich für die Werke, denen sie Kunstwert zugesprochen haben Namen auszudenken.

Natürlich war die Frage von uns aus auch ein wenig provokativ. Denn darüber, was Kunst definiert, streiten sich die Geister spätestens seit der Antike. Wer wären wir uns anzumaßen darauf eine Antwort gefunden zu haben?


Daher überlassen wir hier die Antwort ganz unseren Besucher*innen und veröffentlichen  die unserer Meinung nach besten Namensvorschläge.


Ein Klick auf die Bilder öffnet jeweils eine Diashow, in der die Fotos in Originalgröße angezeigt werden.

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Bei unserer ersten Installation ging es natürlich um die Fotos in den Fenstern und nicht wie von einigen vermutet um die Geweihe oder den Bretterstapel. Die Aufnahmen stammen von der Madrider Künstlerin Paula Anta und sind Teil einer Serie von Kanzeln (also Jägerständen), die sie fotografiert hat, als sie in der Kulturwerkstatt ihre Doktorarbeit über den Ausschnitt in der Fotografie geschrieben hat.

Soweit sie sich auf die Fotos bezogen, war die Einschätzung, dass diese Kunst seien, relativ eindeutig. Schöne Namensvorschläge waren unter anderem: "Unser Geheimnis", "Momente" und "Die Stöcke am G´weih".

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Auch bei unserem zweiten Kunstwerk waren sich die meisten Besucher*innen einig, dass es sich um Kunst handeln muss. Für das Werk das im vergangenen Jahr von unserer Residenzkünstlerin Claire Stragier geschaffen wurde, fanden sie Namen wie "Bedrohter Pfannkuchen unter Kompost", "Verlassener Peter" und "Teuflischer Sport".

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Die Nr. 3 hing ursprünglich an einem Baum im hinteren Teil des Gartens, wo während des Sommerfestes unsere Künstler*innen ihre Zelte aufgeschlagen hatten. Nachdem diese zur Fotodokumentation des Kunstparcours schon abgereist waren, handelt es sich hier nur noch um Symbolbilder. Während die meisten unserer Gäste das Zeltlager nicht als Kunst anerkennen wollten, gaben zumindest drei ihm poetische Namen wie "Ruhepol in der Natur", "Urlaub" oder "Der Künstler kann nicht rauskommen, er hat seine Füße nicht gewaschen".

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Ziemlich eindeutig um Kunst und zwar mit dem Titel "Pinocchio" handelt es sich bei unserer Nr. 4, befanden gleich zwei unserer Gäste. Andere gaben der Skulptur Namen wie "Hammer auf Kopf" oder ganz einfach "Holz 3".

Oder hatte da vielleich nur ein findiger Anwohner geschickt zwei vorgefundene Holzstücke und eine alte Tischplatte aufeinander gestellt?

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Die "Heilige Pandemia", eine "Epidemieskulptur", "sprachlos[e]" "Schutzheilige", die auch unter den Namen "Corona" und "Protect Artemis" bekannt ist, befand sich im vorderen Bereich des Gartens und inspirierte so viele Gäste zur kreativen Namensgebung, dass es sich ganz offensichtlich um Kunst handeln musste. Urheberin der Installation aus einer Skulptur der Jagdgöttin Diana, einem Notenständer, zweier laminierter Lexikonartikel und einer Atemschutzmaske war Stephanie Krah.

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Beim roten, von Edvard Munch´s "Schrei" inspirierten Nistkasten handelt es sich erneut um ein Werk unserer letztjährigen Residenzkünstlerin Claire Stragier aus ihrem Zyklus "Kunst für Vögel". Auch dieses Werk wurde von den meisten Gästen als Kunst bewertet und mit Namen wie "Der Vogel-Schrei", "Meisenbirne" oder "Vogulele mit sechs Saiten" bezeichnet.

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Ebenfalls aus dem "Kunst für Vögel" Zyklus von Claire Stragier stammt der "Abakus für Vögel", den unsere Gäste in "Höhere Mathmatik", "Der Baum zählt 30 Jahre", "Ausgerechnet" und "Abra" umbenannten.

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Und zu guter letzt ließen wir unsere Gäste auch noch eine Arbeit unseres Freundes Friedhelm Zöllner mit einem neuen Namen versehen. "Die Kraft der Witterung", "She, who must not be named...", "Stolz", "Eleganz", "Kein Ruder war nicht...", "Frau ohne Kopf" oder "Schicksal" waren unter den zahlreichen Vorschlägen für die abstrakte Skulptur.

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