Aktuell

Tolles Programm mit Ausstellung und Konzerten am Samstag, den 27. Juni ab 14.00 Uhr

Kulturwerkstatt Sommerfest im Garten der Familie Krah

Am Samstag, den 27. Juni veranstaltet wir ab 14.00 Uhr unser Sommerfest im Garten der Familie Krah. Dabei wird ein abwechslungsreiches Programm aus Konzerten, Austellungen und Workshops für Menschen jeden Alters geboten. Selbstverständlich legen wir ein großes Augemerk darauf die Auflagen des Landes Rheinland-Pflaz für den Schutz der Gäste vor dem neuartigen Coronavirus einzuhalten.


Während in den Räumen der Kulturwerkstatt selbst die eigentlich für April geplante Eröffnung der Ausstellung des lokalen Fotografen Peter Rüsing nachgeholt wird, gibt es auf einer extra errichteten Open Air Bühne im Garten ein abwechslungsreiches Konzertprogramm. Ergänzt werden die beiden Hauptprogrammpunkte noch um ein kleines Mitmachprogramm, das den Gäste die Möglichkeit bietet, ihre eigene Kreativität zu entdecken.


Auf der Konzertbühne geht es bereits am Nachmittag mit einer Sonderausgabe des beliebten Musiker*innen-Treffs Open Stage los, der seit einem Jahr monatlich Musiker*innen aus der Region die Möglichkeit bietet miteinander in musikalischen Austausch zu treten.

Im Anschluss gibt es ein wahres Highlight: Die Band Youkali aus Dresden besteht aus vier ausgebildeten Musikerinnen, die in ihrem aktuellen Album "Seiltänzerin ohne Netz" die Gedichte der berühmten jüdischen Dichterin Mascha Kaléko vertont haben. Mit Klavier, Cello, Klarinette und mehrstimmigen Gesang reisen Musikerinnen ins vergangene Jahrhundert und lassen sich faszinieren von sich neu erfindenden Frauen, ihren neuen Rollen- und Selbstverständnissen. Gefesselt von dieser Zeit des Umbruchs spüren sie dem unstillbaren Durst nach Unabhängigkeit nach und verführen das Publikum mit Witz, Charme und Gefühl und vor allem ihrer unwiderstehlichen Musik im Stile der Goldenen Zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts.

Gleich fünf Musikerinnen bestreiten dann das zweite große Konzert des Abends. Tango de Minas aus Köln präsentieren mit Klavier, Saxophon, Cello, Schlagzeug und Gesang traditionellen und neu arrangierten argentinischen Tango in Interpretationen jenseits standartisierter Formen und ergänzt um kleine Exkursionen in den finnischen und türkischen Tango. Natürlich darf dazu auch getanzt werden.


In Zeiten potentieller Infektionsgefahr sehen die Auflagen des Bundeslandes Rheinland-Pflaz vor, dass Kontaktdaten aller Besucher*innen des Sommerfestes aufgenommen werden, um im Notfall ein entstehendes Infektionsrisiko schnell eiundämmen zu können. Um eine umständlichen Registierung mit längeren Wartezeiten am Einlass zu verhindern, bitten wir unsere Gäste, sich vorab über unser Anmeldeformular anzumelden.


Weitere Details zum Programm und die genauen Uhrzeiten veröffentlichen wir in wenigen Tagen unter Veranstaltungen.

Corona News

Vorerst keine Veranstaltungen in der Kulturwerkstatt


Natürlich sind auch wir von den Auflagen im Rahmen der Schutzmaßnahmen vor dem Corona Virus betroffen und können bis auf weiteres keine Veranstaltungen in unseren Räumlichkeiten durchführen.


Um nicht ganz in Vergessenheit zu geraten und unserem Publikum auch in Zeiten sozialer Isolation etwas zu bieten, planen wir für Anfang Juni eine erste Onlineveranstaltung.


Für regelmäßige Informationen empfehlen wir Ihnen unseren Newsletter zu abonnieren.


Wenn Sie unsere Arbeit unterstützenm möchten, können Sie Mitglied unseres Fördervereins Kulturwerkstatt Kircheib e.V. werden.


Künstler*innen-Treff mit spannenden Gästen am 05.03.20 um 19.30 Uhr

Open Stage

Lesung/Sience Slam Show mit Johannes Hinrich von Borstel am 14.12.19 um 20.00 Uhr

Herzrasen kann man nicht mähen

Am Samstag, den 14.12.19 um 20.00 Uhr gibt sich der "unterhaltsamste Medizinstudent Deutschlands" (Markus Lanz) in der Kulturwerkstatt Kircheib die Ehre. Johannes Hinrich von Borstel war bereits einer der bekanntesten Sience Slammer hierzulande, als er das Angebot bekam aus seiner Medizin-Promotion über das menschliche Herz ein Sachbuch zu machen. Mindestens genauso informativ und unterhaltsam wie der bejubelte Primus des Genres "Darm mit Charme" (Gulia Enders) erklomm sein Debüt "Herzrasen kann man nicht mähen" mühelos die Bestellerlisten und ist inzwischen in über 50 Ländern erschienen.

Von Borstel liest nicht nur aus seinem populärwissenschaftlichen Buch, er bietet auch eine unterhaltsame Show mit Anekdoten aus seinem Leben als Rettungssanitäter, Medizinstudent und Unterhaltungskünstler. Mit der Erfahrung von über 35 gewonnenen Sience Slams, die ihn nach Köln, Berlin, Frankfurt a.M., Bern und sogar nach Nowosibirsk führten und mit dem Selbstbewusstsein des Deutschen Sience Slam Vizemeisters (2015) stürmt er in Kircheib die Bühne um über seine molekularkardiologische Doktorarbeit - oder ganz einfach sein Lieblingsorgan das Herz zu sprechen.


Für alle, die noch ein Weihnachtsgeschenk für Freund*innen oder Verwandte brauchen, wird es im Anschluss die Möglichkeit geben das Buch direkt vor Ort käuflich zu erwerben und sich vom Autoren signieren zu lassen.

Improtheater/Musikcomedy und Workshop mit Kießling und Kaffka am 23.11.19 um 20.00 Uhr und 24.11.19 um 10.00 Uhr

Abschiedskonzert

Mal sind sie ein gefeiertes Volksmusikduo, das nach einer langen Karriere die Bühne verlässt, mal eine Metalband, die sich auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs im Drogenrausch trennt, aber immer geben sie ihr letztes Konzert. Nele Kießling und Jannis Kaffka, die heimlichen Stars der deutschen Improtheaterszene sind am Samstag, den 23.11.19 um 20.00 Uhr mit ihrem "Abschiedskonzert" in der Kulturwerkstatt Kircheib zu Gast und geben am Sonntag, den 24.11.19 von 10.00 bis 13.00 Uhr den Workshop "Techniken des Improvisierens".

Werkschau unserer Residenzkünstlerin Claire Stragier am 23.11.19 ab 15.00 Uhr

Animal sees Art -

A history of human invention as told to the birds of Kircheib

Seit Anfang des Monats lebt und arbeitet die aus der belgischen Stadt Aalst stammende Künstlerin Claire Stragier in der Kulturwerkstatt Kircheib. Dort wird sie in ihrem dreiwöchigen Aufenthalt die regionale Vogelwelt erkunden und ihre Erkenntnisse in einem künstlerische Prozess zu einer kleinen Werkschau verdichten. Die Vernissage findet am Samstag, den 23.11.19 von 15-17 Uhr in Form eines Spaziergangs mit interaktiven Skulpturen, Performances und Installationen statt.

Ausstellung der Künstler*innen-Gruppe Acht bis 26.10.19

selbst ist das andere

Die Ausstellung ist noch von Freitag, den 18.10. bis Sonntag, den 20.10. und am Freitag, den 25.10. jeweils von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Am Samstag, den 26.10. findet ab 17.00 Uhr die Finissage statt.


Acht Künstlerinnen und Künstler haben sich in diesem Jahr zu einer Gruppe zusammengefunden, die sich in Kircheib erstmals mit Werken der Öffentlichkeit präsentiert. Ihre Ausstellung gibt Einblicke in acht ganz unterschiedliche Werkprozesse und stellt die Frage nach Selbstkonzepten und möglichen Gemeinsamkeiten. Das Selbst, dem das Ich empfindend und reflektierend gegenübertritt, manifestiert sich in Werken, die in unterschiedlichen Graden übereinstimmend mit dem Selbstbild wie auch fremd und anders sein können. Der Prozess der Formfindung und Aussage ist auch einer der Selbstbehauptung und -entwicklung. Der Dialog mit den Betrachtern fließt darin ein.

Sonja Karle
Sonja Karle
Matthijs Muller
Matthijs Muller
Inge Kamps
Inge Kamps
Sonja Karle
Sonja Karle
Carola Willbrand
Carola Willbrand
Jürgen Röhrig
Jürgen Röhrig
Benoit Tremsal
Benoit Tremsal
Sabine Hack
Sabine Hack
Mark Met
Mark Met

Sabine Hack hat im Handgepäck Nadel und Faden, um das fragile menschliche Sein zu hinterfragen. Sie möchte Geschichten erzählen, die der Faden aufnimmt und weiterspinnt. Begegnungen mit Menschen, Landschaften oder Orten werden zu einem Flechtwerk von Erinnerungen. Eine Postkarte, ein Stück Stoff oder ein Foto ist Ausgangspunkt für die Arbeit mit Wolle, Garnen und Stoffen. Daraus entstehen Bilder, Installationen und Objekte.


Inge Kamps zeigt in ihrem Video "Mein Kosmos Garten" den Garten als Ort der Selbstbegegnung. Die verschiedenen Ebenen im Film - die stationäre Kamera, die Kopfkamera und der Text Hermann Hesses („Innen und außen“, 1925) - verlaufen einerseits synchron, andererseits asynchron und bilden zusammen ein Geflecht der Selbstreflexion und Selbstbetrachtung, das die Deutung der zahlreichen Metaphern letztlich offen läßt.


Sonja Karle nennt die Zeichnung ihre stille, doch stete Begleiterin, schneller als das Denken und doch ganz langsam. Ausgehend vom Betrachten, möglichst frei und unvoreigenommen, schafft die Zeichnung sich ihren eigenen Raum. Formale Verwandtschaften führen zu inhaltlichen Auseinandersetzungen mit dem Gesehenen. Dabei ist für die Künstlerin das Verhältnis zwischen Mensch und Natur ein zentrales Thema.


Mark Met möchte mit seinen Zeichnungen den Gestus der "albernen Besoffenheit” im Werk des niederländischen Malers Frans Hals aufgreifen. Dabei sollen Masken-Zeichnungen und flankierende Performances zum Thema des Selbst ihre Modelle, vom Künstler ausgewählte Skulpturen, lebendig machen. Es geht ihm dabei um das, was man ein "Theater der Grausamkeit und der Zärtlichkeit" nennen kann, wie eine der Zeichnungen betitelt ist.


Matthijs Muller zeigt seine neue Videoinstallation "ab und zu": Ein Bart wächst über die Alltäglichkeit hinaus in das Unfassbare. "Ab und zu" ist ein Selbstporträt mit Selbstkritik an einer nachlässigen Rasierroutine - selbst ist auch (das andere), was man ungern zeigt. Die Arbeit stellt darüberhinaus die Frage, in welchem Maß das Selbst ein Anderer ist, wenn die Äußerlichkeiten sich verändern.


Jürgen Röhrig konfrontiert in seinen Zeichnungen freie gestische Manifestationen mit geometrischen Raster-Modulen. Diese berechenbaren, konstruierten Formen sind das ganz Andere der Zeichnungen aus dem Bewegungsimpuls, aus dem Körpergedächtnis. Das üblicherweise im Zeichenprozeß kontrollierende Auge ist bei diesem Teil der Arbeit weitgehend ausgeschaltet, die Hände bewegen sich über ein Kohlepapier, und der Abdruck auf dem weißen Blatt wird erst sichtbar, wenn der Prozeß beendet ist. Im undefinierten Raum der Zeichnung setzen die Module Koordinaten, es bleibt aber ein gespanntes Verhältnis.


Carola Willbrand reflektiert die vielen Rollen, die sie in ihrem Leben zu spielen hatte: Tochter, Schwester, Ehefrau, Mutter, angestellt, selbstständig, Bildende Künstlerin. Die Aufgaben der unterschiedlichen Rollen beeinflussen stark die Selbstwahrnehmung und kontrollieren den Kampf um die Eigenständigkeit als Künstlerin. Sie stellt die Frage nach der Selbstbehauptung mit unterschiedlichen künstlerischen Mitteln: Zeichnungen (u.a. mit der Nähmaschine), Künstlerbüchern, Skulpturen aus getragenen Kleidungsstücken aus dem sozialen Umfeld, Performances.


Benoit Tremsal stellt eine architektonisch anmutende Skulptur auf ein Büromöbel. In den drei geöffneten Schubladen sind Kartonteile zu sehen, ein Art Materiallager für das Objekt oben. Es geht um die üblicherweise unbeachtete Ästhetik von Verpackungen, es geht um die Sensibilität für plastische Formen, die nicht als autonome Werke gedacht sind, doch hier herausgestellt und damit gerettet werden. Im Alltag geht die Form, die ihre funktionale Aufgabe erfüllt hat, verloren. Das, was uns dabei entgeht, wird in dieser Arbeit Anregung für eine Neuschöpfung, eine vielschichtige Skulptur, die einen verschachtelten, letztlich unergründlichen Raum schafft, der eine Fülle unterschiedlicher Perspektiven eröffnet.

Copyright @ All Rights Reserved